Der Empfang in der Schweizer Botschaft
Liebe Landsleute
Gestern Abend waren wir in der Schweizer Botschaft eingeladen. Unser Botschafter Denis Feldmeyer bereitete uns einen herzlichen Empfang. Am meisten Freude hatte ich am Auftritt des Auslandschweizerinnen-Chors. Das sind reizende Damen mittleren Alters, die einen Norweger heirateten und sich hier niedergelassen haben. Ihr Auftritt war wirklich sehr bewegend. Serviert wurde Lachs, Rindfleisch und es hatte ein reichhaltiges Dessertbuffet. Wir boten den geladenen Gästen am Schluss noch unseren Song dar. Es war ein angenehmer, gemütlicher Abend.
Danach fuhren wir schnell zurück ins Hotel und anschliessend an die Feier der Israelischen Botschaft. Als ich aufgefordert wurde, auch dort noch etwas zu performen, liess ich mich nicht zweimal bitten. So sang ich unser Lied gemeinsam mit Sibylle Fässler im Duett. Der Saal hat getobt! Die anderen Backing Vokalistinnen waren zu diesem Zeitpunkt bereits im Bett.
Heute probten wir zum letzten Mal für uns alleine und standen den ganzen Tag den vielen Medienleute Rede und Antwort. Heute Abend werde ich mir in der Halle den ersten Halbfinal anschauen. Mal gespannt, wie sie aus dem Zuschauerraum aussieht. Morgen gibt's zwei Dress Rehearsals. Und dann gilt es langsam aber sicher ernst. Ich bin immer noch gut drauf: Stimme okay, Stimmung Prima, Portemonnaie langsam leer. Oslo ist wirklich ein extrem teures Pflaster.
Herzlich aus Oslo
Michael ![]()
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Der offizielle Empfang im Rathaus zu Oslo
Liebe Landsleute
Gestern fand der offizielle Empfang der Delegationen im Rathaus zu Oslo statt. Alle Gäste wurden an den Roten Teppich gefahren, um über diesen zu gehen.
Unser Buschauffeur hatte sich wie schon öfters verfahren, so dass wir sehr verfrüht am Teppich ankamen. Wir mussten ungefähr zehn Ländern den Vortritt lassen, bevor wir endlich an der Reihe waren. Glücklicherweise regnete es nicht. Als ich im Rathhaus ankam, stürzten sich die Fernsehkameras auf mich. Das Buffet konnte ich nur aus der Ferne sehen. Man beruhigte mich aber, dass ich nicht viel verpasst hätte. Zum Trinken habe es nur Chlöpf- und Süssmost gegeben, und das Buffet sei nach wenigen Minuten leer gegessen gewesen. Tumultartige Szenen sollen sich abgespielt haben.
Von der Ansprache des Bürgermeisters und der ESC-Verantwortlichen bekam man nicht viel mit, weil die Raumakustik der eines Bergwerkstollens entsprach. Feierlich war es trotzdem. Man begegnet immer wieder den Nationen, die man bereits von den Proben her kennt und lieb gewonnen hat.
Heute Abend gehts zum Empfang auf die Schweizer Botschaft. Ich bin überzeugt, dass das Buffet dort nicht schon nach zehn Minuten leer gegessen sein wird.
Herzlich Michael
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Ein Picknick mit abruptem Ende
Liebe Landsleute
Wir haben es gut und uns, so fern der Schweiz, schon beinahe ein bisschen eingelebt.
Nach der morgentlichen Probe nahmen wir gestern an einem musikalischen Picknick teil. Wir sahen uns im Garten einer Kaserne und verschiedene musikalische Darbietungen an. Serviert wurden Lachs-Wickel, Muffins, Weisswein und Whiskey-Cola aus der Dose. Wobei ich natürlich nur beim Wasser blieb. Es war toll, Bobby Socks zu treffen, die norwegischen Siegerinnen von anno Rüablisaft. Wir sangen gemeinsam mit ihnen ihren Song „la det swing".
Bei strahlendem Wetter hockten wir gemütlich im Kasernenhof, bis uniformierte Veteranen aufkreuzten und uns die Stühle fast unter unserem Hintern wegrissen. Es scheint, als ob der Norweger seine Feste relativ abrupt beendet. Wir mussten aber sowieso an einen Soundcheck für einen Gig am Abend, und ausserdem begann es grad auch noch zu regnen.
Am Wetter konnten wir bislang aber überhaupt nichts aussetzen. Und ich hoffe, dass es sich bei diesem Wolkenbruch um ein lokale Schlechtwetterfront handelt. Viele Events finden hier nämlich Open Air statt. Und regnen möge es dann doch lieber am Halbfinal am Donnerstag und am Final am Samstag. Nämlich Gold.
Herzliche Grüsse aus Oslo.
Michael von der Heide![]()
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Proben, Soundcheck und Sause
Wir sind jetzt drei Tage hier und alles läuft super. Gestern gingen wir an die offizielle Party der serbischen Delegation. War eine Riesenfeier, besonders für Amanda Nikolic. Sie fand es mega, auf Landsleute zu treffen. Auf der Bühne stand der ultimative Star des Balkans: Goran Bregovic.
Heute morgen war erneut eine Probe angesagt. Unser Proberaum ist in der Nähe unseres Hotel. Dort feilen wir an unseren Choreos und am Gesang. Danach stand ein Soundcheck für einen Gig im Eurovision-Village an, der am Sonntagabend vor der offiziellen Eröffnungsgala direkt am Hafen von Oslo stattfindet. Während wir spielten tanzten einige Kinder auf dem Platz. Lief alles glatt.
Grad eben fuhren wir zum Ballroom - ein weiterer Club, in dem wir am Samstag performen. Dort trafen wir auf Alexander Rybak, den Vorwahresgewinner des ESC. Er ist ein tolles Kerli.
Wir spielen laufend kleinere Konzerte, um unseren Auftritt für den Halbfinal am nächsten Donnerstag zu perfektionieren. Wir sind mit Herzblut dabei, arbeiten hart & herzlich. In der Stadt treffen wir immer wieder auf Schweizer, die sich hier niedergelassen haben und uns ansprechen. Und sich über uns freuen. Und wir über sie.
Herzlich aus Oslo
Michael
Die erste Probe
Hei!
Gestern stand ich zum ersten Mal in der Telenor-Arena, wo ich am Donnerstag in einer Woche im zweiten Halbfinal für die Schweiz singen werde. Die ersten Proben, mit Make-Up, Hairstyling und den Kostümem, gingen super über die Bühne. Die Halle ist toll und die Leute enorm freundlich. Ich habe bereits erste Komplimente gekriegt. Anschliessend absolvierte ich die erste Pressekonferenz.
Ankunft in Oslo am Nationalfeiertag
Herzlich Willkommen zu meinem Blog!
Wir sind gestern Abend der Aschenwolke ausgewichen, in Oslo gelandet und direkt in den Norwegischen Nationalfeiertag hineingeraten. Am 17. Mai tragen alle Norweger traditionelle Kostüme, so auch unsere beiden Hostessen Susanne und Venke. Die norwegische Jugend sprayte ununterbrochen Passanten mit farbigen Spaghettis aus der Dose voll. Unsere Truppe haben sie zum Glück nicht erwischt.
Wir residieren im Hotel Blu Radisson, dem angeblich höchsten in ganz Skandinavien, mit Sicht auf die Bucht von Oslo und das Industriequartier. Mein Zimmer liegt auf den 30. Stock. Am Abend gingen wir kurz zum Italiener auf eine Pizza und anschliessend ins Bett. Gut schlafen konnte ich allerdings nicht.
Herzliche Grüsse aus Oslo
Euer Michi

















